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CMS – oder besser nicht?

Erfahrungen und Argumente gegen die Verwendung eines CMS.

Schild Achtung
1. Bedenken zu Content Management Systemen
(und wie Sie in 10 Jahren 4.500 bis 10.000 € sparen)

– 09.08.2020 – aktualisiert: 30.03.2021 –
Einigen mag der folgende Text eher revolutionär erscheinen und Wettbewerber werden vermutlich argumentieren, das sei „Nestbeschmutzung“, weil man ja nun die Erwerbsquelle in Frage stellt. Dennoch: Die Erkenntnis ereilt irgendwann alle! Und sie siegt immer!

1.1 Zahlen Sie gern höhere Kosten?

Im Gegensatz zu den mit statischem HTML erstellten Webseiten sind die Web-Entwicklungskosten für ein CMS mit dynamischen Seiten um ca. 1,5 Mal bis doppelt so hoch. Auch die Kosten zur Anmietung eines Servers sind höher, weil Datenbanktechnologien und systemabhängige Technologien zur Verfügung gestellt werden müssen.

Neben den höheren Entwicklungskosten müssen für die Lizenzgebühren von guten WordPress-Templates jährlich etwa 100 € bezahlt werden. Hinzu kommen die Wartungskosten, die Ihnen Agenturen mit 450 bis zu 1.000 € jährlich berechnen.

Je nach Verwendung der notwendigen Templates, weiterer Zusatzfeatures und Premium-Plug-ins sind zusätzlich jährlich oder monatlich „saftige“ Lizenzgebühren zu zahlen.

Ergo: Kunden, die vor 10 Jahren von uns ihre Webseiten mit statischem HTML erhielten, können sich darüber freuen, allein für Wartungskosten zwischen 4.500 und 10.000 € Euro gespart zu haben!

Zusätzlich mussten keine monatlichen oder jährlichen Fixkosten für Plug-ins, Pflege oder Templates gezahlt werden! Nebenbei haben sich unsere Kunden auch viel Ärger erspart, wie Sie nachstehend lesen können.

1.2 Sind Sie Masochist:in?

Anders gefragt: Wollen Sie wirklich, dass Ihr Web wegen Langsamkeit abgestraft wird? Wenn Sie zum Beispiel WordPress mit seinen oft unentbehrlichen Plug-ins nutzen, dann kann Ihnen so etwas passieren:

Ergenbisse aus Google Lighthouse

Dies sind desaströse Ergebnisse eines WordPress-Webs, das im Google-Analyse-Tool „Lighthouse“ getestet wurde. Die Folge ist, dass das Web wegen des niedrigen Performance-Wertes durch die Google-Algorithmen im Ranking heftig abgestraft wird. Masochisten mögen das Bestrafen als genau richtig empfinden. Die Wenigsten werden wohl bereit sein, viel Geld auszugeben und obendrein bestraft zu werden.

Auch Ihre Interessenten werden Masochisten sein müssen. In den Google-Metrics ist sichtbar, dass es etwa 18 Sekunden dauert, bis erste Elemente angezeigt werden. Sogar mehr als 20 Sekunden dauert es, bis dieses Web im Smartphone interaktiv reagiert:

Ergebnisse aus Google Lighthouse

1.3 Sind Sie bereit, Zeit zu opfern?

Wenn Sie das Web selbst pflegen und warten wollen, dann müssen Sie sich zwangsläufig in das System einarbeiten. Das wird Sie wertvolle unternehmerische Zeit für Schulungen kosten. Absehbar ist, dass der angebliche Vorteil, im Laufe des Jahres etwas einige Male autark einstellen zu können, mit höheren Kosten verbunden ist. Es wird sich nicht amortisieren und eine Kosten-/Nutzen-Analyse wird das schnell aufzeigen. Zusätzlich werden sich diese Tätigkeiten auf Ihrer Seite als zeitraubend – und vermutlich fehlerbehaftet - darstellen.

1.4 Wissen Sie, wer sich einarbeiten soll?

Wegen der offensichtlichen Gründe arbeiten Profis ungern mit WordPress, auch weil unsauberer Code generiert wird. Wenn Sie keine Agentur beauftragen, dann werden Sie selbst tätig werden müssen oder hausinterne Amateure für die Einarbeitung und Erstellung beauftragen müssen. Nur eine Person einzuarbeiten wird jedoch nicht ausreichen. Für den Urlaubs-, Krankheits- oder Kündigungsfall müssen Sie weitere Personen einbeziehen, sie in das System einarbeiten und ebenfalls schulen lassen.

Ein nicht zu vernachlässigendes Problem wird die Rechtezuweisung darstellen. (Wer darf was ausführen?)

1.5 Kennen Sie die Sicherheitsrisiken?

WordPress ist zunehmend unattraktiv geworden. Es ist zwar Spitzenreiter aller CMS, ist aber zu groß, zu komplex, zu schwerfällig und sorgt für Sicherheitsprobleme.

Wenn Sie die Sicherheitsaspekte nicht bei einem externen Dienstleister kostenpflichtig outsourcen, dann sind Sie selbst mit allen entstehenden Risiken für die Wartung des Systems, für Updates und die Sicherheit verantwortlich. CMS werden wegen ihrer Anfälligkeiten besonders gern von Hackern angegriffen. Irgendein CMS oder Blog-System zu installieren und auf "Automatisches Update" zu klicken, ist keinesfalls ausreichend. Aktive Wartung und regelmäßig zu kontrollierende Backups stellen neben einem passend administrierten und auf Sicherheit ausgelegten Server das Pflichtprogramm dar.
Drei Beispiele für WordPress-Sicherheitsrisiken in Plug-ins, erkannt innerhalb nur einer Woche (KW 06, 2021):

- Sicherheitsupdate: Kritische Lücke in WordPress-Plug-in NextGen Gallery
- WordPress: Schwachstelle in Plugin "Contact Form 7 Style" dauerhaft ungefixt
- Lücken in Response Menu könnten WordPress-Sites in Spam-Schleudern verwandeln

Google gibt bei der Suche nach "WordPress security vulnerabilities" etwa 5 Millionen Ergebnisse aus. Für die Suchwörter in Deutsch ("WordPress Sicherheitslücken") sind es 850.000 Ergebnisse (beides zum Stand 01.05.2021). Weitere Kommentare erübrigen sich an dieser Stelle.

Oft geschieht es, dass verwendete Templates (aus zunächst unerfindlichen Gründen) nicht mehr mit der neuen CMS-Updateversion harmonisieren. Als Resultat muss teuer auf die Suche zur Fehlerbeseitigung gegangen werden.

Und wenn Sie Pech haben, dann werden das gekaufte Template oder / und die eingesetzten Plug-ins von den Entwicklern nicht mehr weiterentwickelt. Sie stellen somit Sicherheitsrisiken dar. Oder das CMS selbst verschwindet irgendwann vom Markt.

Ohnehin müssen Sie damit rechnen, dass sich das System etwa 3 bis zu 5 x im Monat automatisch aktualisiert und so einiges durcheinanderbringen kann. Hier können Sie die zeitliche Upload-Historie für WordPress einsehen. Durch die Uploads ist keineswegs gesichert, dass die eingesetzten Plug-ins weiterhin problemlos funktionieren!

1.6 Ist es vielleicht einfach nur "nice to have"?

Von den Kunden, die unbedingt ein CMS wollten (es war eine Zeit lang schick und „nice to have“ (- ohne despektierlich zu werden – Sie wissen sicher, wie das gemeint ist), ist bekannt, dass man letztendlich überfordert ist. Vielen wird erst später klar, dass ein CMS für kleine und mittlere Unternehmen komplett oversized ist.

Schwertransporter mit Torte

Zum Vergleich: Aus welchem Grund sollte man für das Transportieren einer Torte von A nach B einen Schwertransporter bestellen? ;-)

1.7 Und dann muss es doch die Agentur machen?

Für kleinere Änderungswünsche wird (oft aus Zeitmangel und Unwissenheit) dennoch eine Agentur damit beauftragt, Anpassungen vorzunehmen. Und wenn einmal selbst geändert wird, können leider skurrile Dinge geschehen ...

Sollten Sie sich auf ein CMS festlegen, werden Sie gezwungen sein, die Arbeiten am Front-End (die Eingaben in der Nutzer-Oberfläche) und am Back-End (notwendige Arbeiten am System) von externen, spezialisierten Dienstleistern ausführen lassen zu müssen. Diese Arbeiten sind ohne Schulung von Laien nicht zu absolvieren. Somit machen Sie sich eventuell in hohen Maße abhängig von den Voraussetzungen und Bedingungen des Dienstleisters. Dort gibt es zusätzliche Abhängigkeiten, von der Personalfluktuation bis hin zu Urlaubszeiten. Nicht jeder personelle Ersatz ist gleich fit für die Arbeit am verwendeten Back-End geeignet.

1.8 Wollen Sie Ihr Kerngeschäft bewusst vernachlässigen?

Als Unternehmer MUSS man nicht alles selbst machen. Man operiert sich nicht den Blinddarm selbst heraus, nur deshalb, weil man das selbst könnte. Außerdem: Sie sind Unternehmer! Ihre Aufgabe sollte sein, sich um das Kerngeschäft Ihres Unternehmens zu kümmern, sich aber nicht in den Gefilden eines CMS zu verlieren, oder dafür noch extra eine Person abzustellen.

Wenn Sie sich wöchentlich allein nur 4 Stunden mit der Einstellung neuer Inhalte und administrativer Tätigkeiten mit dem CMS befassen, dann sind es jährlich bereits 208 Stunden. Das entspricht 26 Arbeitstagen zu je 8 Stunden! Schlechte Bilanz! Und, seien Sie sicher, dabei wird es nicht bleiben!

1.9 Wollen Sie Aufwand betreiben?

Fragen Sie sich ehrlich: Wollen und können Sie die Zeit und den notwendigen Aufwand für Schulungen, Schulungsmaterial und die notwendige Recherche bei Fragen opfern, um ab und zu einmal selbst etwas einstellen zu können? Mit „statischen“ HTML-Webseiten können andere so etwas mit einfachen Mitteln und dem dazugehörigen Know-how schneller und sicher besser.

1.10 Belasten Sie gern Ihr Gewissen?

CMS gehören nicht zur Kategorie der ressourcearmen Software. Sie sind die reinsten Stromfresser. Dies sowohl auf dem heimischen Rechner während der Erstellung der Website, als auch auf dem Rechner, beim Abruf der Seiten. Und erst recht im Rechenzentrum, von dem aus die Webseiten ausgeliefert werden. Es gibt Untersuchungen, die aufzeigen, dass mit CMS erstellte Seiten bis zu 10 mal mehr Energie benötigen als Seiten, die in statischem HTML geschrieben sind.

Eine kleine WordPress-Site mit PHP 7, bei 20 gleichzeitigen Requests pro Sekunde, mit gutem Cache, liefert die Daten relativ schnell, verbraucht aber sehr viel Energie auf dem Server (die CPU-Last kann bis auf 100 % steigen). Der Cache – und ganze Cache-Serverfarmen – benötigen somit ebenfalls wesentlich mehr Energie, als man gemeinhin denkt.
Hier können Sie mehr zum Thema Umweltschutz und Websites lesen.

Schild Vorfahrt
2. Vorteile für Webseiten mit „normalen“,
statischen HTML-Seiten
(Wie Sie Geld, Zeit und Nerven sparen)

 

2.1 Sie zahlen erheblich weniger für die Entwicklungskosten!

Die Entwicklungskosten sind eindeutig geringer. Wie auch in Content-Management-Systemen sind aber ebenfalls sämtliche modernen Technologien einsetzbar.

2.2 Sie haben keine fortlaufenden Fixkosten!

Sie sparen alle Summen für fortlaufende Kosten, es gibt keine Kosten für Templates, Systemupdates und Plug-ins!

Mit keinem Dienstleister müssen Sie teure Verträge für Pflege und Wartung des CMS abschließen. Es kommt vor, dass wegen gefährlicher Sicherheitslücken die Updates im wöchentlichen Turnus eingepflegt werden müssen. Wer will sich schon gern unsicher fühlen? Also ist es notwendig, teure Wartungsverträge abzuschließen.

Mit statischen HTML-Seiten ist so etwas unnötig! Neben weiteren Kosten ersparen Sie sich somit die Fixkosten für Wartung. Auf 10 Jahre bezogen können Sie zwischen 4.500 und 10.000 € sparen.

2.3 Sie müssen keine aufwändige Fehlersuche betreiben!

Folgekosten für Updates entfallen, denn die grundlegenden Techniken haben Bestand. HTML, CSS und die begleitenden Technologien existieren seit Jahrzehnten. Auch sie werden in Ihren Funktionen permanent aktualisiert, wobei „alte“ Webseiten weiterhin anstandslos funktionieren.

2.4 Statische HTML-Webseiten sind langlebiger!

Webseiten mit statischem HTML sind nachhaltiger und beständiger. Einige unserer Kunden haben seit mehr als 10 Jahren tolle Webs, an denen – von der Grundstruktur her gesehen – nichts geändert werden musste.

Gut, das macht uns nicht reicher, aber unsere Kunden konnten viel Geld sparen!

2.5 Ihre HTML-Webseiten sind wesentlich schneller!

Eigentlich ist es logisch: Das, was sich CMS aus Datenbanken und anderen „verschwurbelten“ Quellen zusammensuchen müssen, hemmt den Aufbau der Webseite im Browser! Statische HTML-Seiten sind deshalb auch für die Suchmaschinenoptimierung die beste Wahl!

Dass diese Aussage stimmt, sehen Sie an den Beispielen unserer Kunden. Hier können Sie sehen, dass sich nahezu alle unserer Kunden mit den für sie wichtigen Begriffen in den Suchmaschinen auf der ersten Seite befinden!

So sollten die Ergebnisse in Google „Lighthouse“ aussehen, wenn Sie statische HTML-Seiten anstelle aufwändiger CMS-Systeme verwenden:

Ergenbisse aus Google Lighthouse

Aus einem Artikel im SEO-Sistrix-Blog vom 30.11.2020: Google bestätigt Core Web Vitals ab Mai 2021 ein Rankingfaktor:

"Google hat versprochen, das Page-Experience-Update mit sechs Monaten Vorlauf anzukündigen. Und genau das hat man heute in einem offiziellen Blogpost gemacht: im Mai 2021 werden die Core Web Vitals zum offiziellen Rankingfaktor in den Google SERPs.
Diese sechs Monate hören sich zwar erstmal großzügig an, können je nach Größe und Komplexität der Seite jedoch schnell knapp werden. Wir selber haben hier auf unserer öffentlichen Website, die auf einem WordPress-System basiert, einige Wochen investieren müssen, um ordentliche Werte zu erreichen."

Das Problem haben Sie mit von uns erstellten Seiten in statischem HTML nicht!

2.6 Sie machen sich von keinem Dienstleister abhängig!

Sie sind nicht von uns als Werbeagentur abhängig, denn „normale“ HTML-Seiten kann nahezu jeder einigermaßen im IT-Bereich Versierte bearbeiten, sofern die Site einmal „steht“. Notfalls können dies sogar Gymnasiasten sein, die durch entsprechende Informatik-Leistungskurse mit der Programmierung vertraut sind.

Die von uns erstellten statischen HTML-Seiten können Sie von jedem Dienstleister für Webseiten bearbeiten lassen. Sie sind somit in Ihrer Entscheidung vollkommen unabhängig und keinesfalls gebunden.

Mit geringen Vorkenntnissen können Sie übrigens notfalls HTML-Dateien selbst bearbeiten!

2.7 Änderungen sind schnell und kostengünstig ausführbar!

Gewünschte Änderungen sind ebenso schnell und kostengünstig möglich, wie bei einem CMS. Beispiel: Falls Sie als Restaurant wöchentlich ein neues Tagesmenü einstellen möchten, dann entsteht lediglich ein monatlicher Aufwand von insgesamt ca. einer Stunde. Es ist für Sie ratsamer, Ihrem Dienstleister die gewünschten Änderungen „zuzurufen“, als selbst Nerven zu verschleißen und Zeitaufwand zu opfern. Und: Im Gegensatz zu Ihrem Zeitaufwand können Sie unsere Agenturkosten für Aktualisierungen absetzen.

2.8 Obendrein wird alles perfekter!

Oft fehlen Kenntnisse für gute Bildbearbeitung, die besser in der Agentur durchgeführt werden sollte. Die Position Bildbearbeitung beinhaltet immer das Scannen oder die Bearbeitung von Digitalabbildungen, das rechtwinklige Ausrichten des Bildes, Formatbeschneidungen, Retuschen, Kontrast- und Helligkeitsoptimierungen, auch figürliches Freistellen, RGB-Farboptimierung für das Web und Datei-Größenreduzierung für schnellere Ladbarkeit. Zusätzlich sind diese bearbeiteten Bilder für spätere Einsatzzwecke – zum Beispiel in Prospekten – in 300 dpi CMYK (für den Druck) verwendbar.

Selbstverständlich ist, dass Ihre Texte vor dem Veröffentlichen auf korrekte Grammatik und Orthografie hin geprüft werden.

2.9 Wichtiger Zusatzaspekt: Sie machen etwas für den Umweltschutz und der Stromverbrauch wird gesenkt!

Weil jeder kleine Request jeder einzelnen Webseite zum Stromverbrauch führt, ist das Thema weltweit relevant. Wir alle tragen die Verantwortung für den Umgang mit Ressourcen!.

(Hier können Sie sehen und prüfen, wie es unsere Umweltschutz-NGO´s in Wahrheit mit dem Umweltschutz halten und ob Ihr Web umweltschädlich ist. Sie erfahren, wie Sie selbst dazu beitragen können, Kosten zu sparen, den Stromverbrauch zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.)

Resümee:
Für ein größeres Unternehmen mit Administrator und mehreren Personen, die permanent neue Inhalte einstellen müssen, ist ein CMS geeignet, nicht jedoch für ein kleines und mittleres Unternehmen.
Ein CMS bringt Ihnen als KMU nur Nachteile aber keinerlei Vorteile.

Bitte verstehen Sie die Zeilen nicht falsch. Wir verdienen selbstverständlich gern Geld und verdienen wegen des Aufwandes an einem CMS und Verträgen tatsächlich mehr. Wir bleiben aber lieber fair, beraten Sie fachlich korrekt und behalten ein reines Gewissen.

Wenn Sie dennoch ein CMS wünschen, realisieren wir Ihnen gern eines auf Basis von „WordPress“, „Joomla“ oder für wirklich große Projekte in „TYPO3“.