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CMS - oder besser nicht?

Erfahrungen und Argumente gegen die Verwendung eines CMS.

Schild Achtung
1. Bedenken zu Content Management Systemen

Einigen mag der folgende Text eher revolutionär erscheinen und Wettbewerber werden vermutlich argumentieren, das sei „Nestbeschmutzung“, weil man ja nun die Erwerbsquelle in Frage stellt. Dennoch: Die Erkenntnis ereilt irgendwann alle! Und sie siegt immer!

1.1 Zahlen Sie gern höhere Kosten?

Im Gegensatz zu den mit statischem HTML erstellten Webseiten sind die Web-Entwicklungskosten für ein CMS mit dynamischen Seiten um ca. 1,5 Mal bis doppelt so hoch. Auch die Kosten zur Anmietung eines Servers sind höher, weil Datenbanktechnologien und systemabhängige Technologien zur Verfügung gestellt werden müssen.

Neben den höheren Entwicklungskosten müssen allein für die Lizenzgebühren von guten WordPress-Templates jährlich etwa 100 € bezahlt werden. Hinzu kommen die Wartungskosten, die mit 350 bis zu 1.000 € jähtlich zu Buche schlagen.

Je nach Verwendung der notwendigen Templates, weiterer Zusatzfeatures und Premium-Plug-ins müssen zusätzlich jährlich oder monatlich „saftige“ Lizenzgebühren gezahlt werden.

Ergo: Kunden, die von uns vor 10 Jahren ihre Webseiten mit statischem HTML erhielten, können sich darüber freuen, zusätzlich viele tausend Euro gespart zu haben! Und ganz nebenbei haben sie sich auch viel Ärger erspart, wie Sie nachstehend lesen können.

1.2 Sind Sie bereit, Zeit zu opfern?

Sie müssen sich zwangsläufig in das System einarbeiten, was Sie wertvolle unternehmerische Zeit für Schulungen kosten wird. Deshalb ist absehbar, dass der angebliche Vorteil dafür, im Laufe des Jahres etwas einige Male autark einstellen zu können, mit höheren Kosten verbunden ist, die sich nicht amortisieren werden. Eine Kosten-/Nutzen-Analyse wird das schnell aufzeigen. Diese Tätigkeiten werden sich auf Ihrer Seite als zeitraubend - und vermutlich fehlerbehaftet - darstellen.

1.3 Wissen Sie, wer sich einarbeiten soll?

Nur eine Person einzuarbeiten wird nicht ausreichen. Für den Urlaubs-, Krankheits- oder Kündigungsfall müssen Sie weitere Personen einbeziehen, sie in das System einarbeiten und ebenfalls schulen lassen.

Ein nicht zu vernachlässigendes Problem wird dann noch die Rechtezuweisung darstellen.

1.4 Kennen Sie die Sicherheitsrisiken?

Wenn Sie diese Tätigkeiten nicht bei einem externen Dienstleister kostenpflichtig outsourcen, dann sind Sie selbst mit allen entstehenden Risiken für die Wartung des Systems, für Updates und die Sicherheit verantwortlich. CMS werden wegen ihrer Anfälligkeiten besonders gern von Hackern angegriffen. Irgendein CMS oder Blog-System zu installieren und auf "Automatisches Update" zu klicken, ist keinesfalls ausreichend. Aktive Wartung und regelmäßig zu kontrollierende Backups stellen neben einem passend administrierten und auf Sicherheit ausgelegten Server das Pflichtprogramm dar.

Übrigens gibt Google bei der Suche nach "WordPress security vulnerabilities" 4.460.000 Ergebnisse aus. Für die Suchwörter in Deutsch ("WordPress Sicherheitslücken") sind es 646.000 Ergebnisse (Stand 28.08.2020). Da erübrigen sich wohl weitere Kommentare.

Oft geschieht es auch, dass verwendete Templates (aus zunächst unerfindlichen Gründen) nicht mehr mit der neuen CMS-Updateversion harmonisieren. Dann muss teuer auf die Suche zur Fehlerbeseitigung gegangen werden.

Und wenn Sie Pech haben, dann wird das gekaufte Template vom Entwickler nicht mehr weiterentwickelt. Oder die eingesetzten Plug-ins werden nicht mehr weiterentwickelt und stellen somit Sicherheitsrisiken dar. Oder das CMS-System selbst verschwindet irgendwann vom Markt.

1.5 Ist es vielleicht einfach nur "nice to have"?

Von den Kunden, die unbedingt ein CMS wollten (es war eine Zeit lang schick und „nice to have“ (- ohne despektierlich zu werden - Sie wissen sicher, wie das gemeint ist), ist bekannt, dass man damit letztendlich doch überfordert ist. Vielen wird erst später klar, dass ein CMS für kleine und mittlere Unternehmen komplett oversized ist.

Zum Vergleich: Für das Transportieren einer Torte von A nach B bestellt man ja schließlich auch keinen Schwertransporter. ;-)

1.6 Und dann muss es doch die Agentur machen?

Auch für kleinere Änderungswünsche wird (oft aus Zeitmangel und Unwissenheit) dennoch eine Agentur damit beauftragt, Anpassungen vorzunehmen. Und wenn doch einmal selbst geändert wird, dann geschehen mitunter leider skurrile Dinge ...

Sollten Sie sich auf ein CMS festlegen, werden Sie gezwungen sein, die Arbeiten am Front-End (also die Eingaben in der Nutzer-Oberfläche) und am Back-End (notwendige Arbeiten am System) von externen, spezialisierten Dienstleistern ausführen lassen zu müssen. Diese Arbeiten sind ohne Schulung von Laien nicht zu absolvieren. Somit machen Sie sich eventuell in hohen Maße abhängig von den Voraussetzungen und Bedingungen des Dienstleisters. Auch dort gibt es zusätzliche Abhängigkeiten von der Personalfluktuation bis hin zu Urlaubszeiten, und nicht jeder personelle Ersatz ist gleich fit für die Arbeit am verwendeten Back-End geeignet.

Mit ein wenig Vorkenntnis können Sie übrigens notfalls auch HTML-Dateien selbst bearbeiten!

1.7 Wollen Sie Ihr Kerngeschäft bewusst vernachlässigen?

Als Unternehmer MUSS man nicht alles selbst machen. Man operiert sich ja auch nicht den Blinddarm selbst heraus, nur deshalb, weil man das ja auch noch selbst könnte. Außerdem: Sie sind Unternehmer! Ihre Aufgabe sollte sein, sich um das Kerngeschäft Ihres Unternehmens zu kümmern, sich aber nicht in den Gefilden eines CMS zu verlieren, oder dafür noch extra eine Person abzustellen.

Wenn Sie sich wöchentlich allein nur 4 Stunden mit der Einstellung neuer Inhalte und administrativer Tätigkeiten mit dem CMS befassen, dann sind es jährlich bereits 208 Stunden. Schlechte Bilanz! Und, seien Sie sicher, dabei wird es nicht bleiben!

1.8 Wollen Sie Aufwand betreiben?

Fragen Sie sich selbst ganz ehrlich: Wollen und können Sie wirklich die Zeit und den notwendigen Aufwand für Schulungen und Schulungsmaterial opfern, um ab und zu einmal selbst etwas einstellen zu können? Mit „statischen“ HTML-Webseiten können andere so etwas mit einfachen Mitteln und dem dzugehörigen Know-how schneller und sicher besser.

1.9 Belasten Sie gern Ihr Gewissen?

CMS-Systeme gehören leider gar nicht zur Kategorie der ressourcearmen Software. Sie sind die reinsten Stromfresser. Dies sowohl auf dem heimischen Rechner während der Erstellung der Website, als auch auf dem Rechner, beim Abruf der Seiten. Und erst recht im Rechenzentrum, von dem aus die Webseiten ausgeliefert werden. Es gibt Untersuchungen, die aufzeigen, dass mit CMS-Systemen erstellte Seiten bis zu 10 mal mehr Energie benötigen als Seiten, die in statischem HTML geschrieben sind.

Eine kleine WordPress-Site mit PHP 7, bei 20 gleichzeitigen Requests pro Sekunde, mit gutem Cache, liefert die Daten relativ schnell, verbraucht dafür aber sehr viel Energie auf dem Server (die CPU-Last kann bis auf 100 % steigen). Der Cache - und ganze Cache-Serverfarmen - benötigen somit ebenfalls wesentlich mehr Energie, als man gemeinhin denkt.
Hier können Sie mehr zum Thema Umweltschutz und Websites lesen.

Schild Vorfahrt
2. Vorteile für Webseiten mit „normalen“,
statischen HTML-Seiten:

 

2.1 Sie zahlen erheblich weniger für die Entwicklungskosten!

Die Entwicklungskosten sind eindeutig geringer. Wie auch in CMS-Systemen sind aber ebenfalls sämtliche modernen Technologien einsetzbar.

2.2 Sie haben keine fortlaufenden Kosten!

Sie sparen alle Summen für fortlaufende Kosten, es gibt keine Kosten für Templates, Systemupdates und Plug-ins!

Mit keinem Dienstleister müssen Sie oft teure Verträge für Pflege und Wartung des CMS-Systems abschließen. Es kommt vor, dass wegen gefährlicher Sicherheitslücken die Updates im wöchenlichen Turnus eingepflegt werden müssen. Und wer will sich schon gern unsicher fühlen? Also müssen teure Wartungsverträge abgeschlossen werden.

Mit statischen HTML-Seiten ist so etwas unnötig!

2.3 Sie müssen keine aufwändige Fehlersuche betreiben!

Folgekosten für Updates entfallen, denn die grundlegenden Techniken haben Bestand. HTML, CSS und die begleitenden Technologien existieren bereits seit Jahrzehnten. Auch sie werden in Ihren Funktionen permanent aktualisiert, wobei „alte“ Webseiten weiterhin anstandslos funktionieren.

2.4 Statische HTML-Webseiten sind langlebiger!

Webseiten mit statischem HTML sind nachhaltiger, einfach beständiger. Einige unserer Kunden haben seit mehr als 10 Jahren tolle Webs, an denen - von der Grundstruktur her gesehen - gar nichts geändert werden musste.

Gut, das macht uns nicht reicher, aber unsere Kunden konnten viel Geld sparen!

2.5 Ihre HTML-Webseiten sind wesentlich schneller!

Eigentlich ist es logisch, denn das, was sich CMS-Systeme aus Datenbanken und anderen „verschwurbelten“ Quellen zusammensuchen müssen, hemmt den Aufbau der Webseite im Browser! Statische HTML-Seiten sind deshalb vor allem auch für die Suchmaschinenoptimierung die beste Wahl!

Dass diese Aussage stimmt, sehen Sie an den Beispielen unserer Kunden. Hier können Sie sehen, dass sich nahezu alle unserer Kunden mit den für sie wichtigen Begriffen in den Suchmaschinen auf der ersten Seite befinden!

2.6 Sie machen sich von keinem Dienstleister abhängig!

Sie sind nicht von uns als Werbeagentur abhängig, denn „normale“ HTML-Seiten kann nahezu jeder einigermaßen im IT-Bereich Versierte bearbeiten, sofern die Site einmal „steht“. Notfalls können dies sogar Gymnasiasten sein, die durch entsprechende Informatik-Leistungskurse mit der Programmierung vertraut sind.

Die von uns erstellten statischen HTML-Seiten können Sie von jedem Dienstleister für Webseiten bearbeiten lassen. Sie sind somit in Ihrer Entscheidung vollkommen unabhängig und keinesfalls gebunden.

2.7 Änderungen sind schnell und kostengünstig ausführbar!

Gewünschte Änderungen sind ebenso schnell und kostengünstig möglich, wie bei einem CMS. Beispiel: Falls Sie als Restaurant wöchentlich ein neues Tagesmenü einstellen möchten, dann entsteht dafür lediglich ein monatlicher Aufwand von insgesamt ca. einer Stunde. Es ist für Sie einfach ratsamer, Ihrem Dienstleister die gewünschten Änderungen „zuzurufen“, als selbst Nerven zu verschleißen und Zeitaufwand zu opfern. Und: Im Gegensatz zu Ihrem Zeitaufwand können Sie unsere Agenturkosten für Aktualisierungen absetzen.

2.8 Und obendrein wird alles perfekter!

Oft fehlen Kenntnisse für gute Bildbearbeitung, die besser in der Agentur durchgeführt werden sollte. Die Position Bildbearbeitung beinhaltet immer das Scannen oder die Bearbeitung von Digitalabbildungen, das rechtwinklige Ausrichten des Bildes, Formatbeschneidungen, Retuschen, Kontrast- und Helligkeitsoptimierungen, auch figürliches Freistellen, RGB-Farboptimierung für das Web und Datei-Größenreduzierung für schnellere Ladbarkeit. Zusätzlich sind diese bearbeiteten Bilder für spätere Einsatzzwecke - zum Beispiel in Prospekten - in 300 dpi CMYK (für den Druck) verwendbar.

Selbstverständlich ist, dass Ihre Texte vor dem Veröffentlichen auf korrekte Grammatik und Orthografie hin geprüft werden.

2.9 Wichtiger Zusatzaspekt: Sie machen etwas für den Umweltschutz und der Stromverbrauch wird gesenkt!

Weil jeder kleine Request jeder einzelnen Webseite zum Stromverbrauch führt, ist das Thema weltweit relevant. Wir alle tragen die Verantwortung für den Umgang mit Ressourcen!.

(Hier können Sie sehen und prüfen, wie es unsere Umweltschutz-NGO´s tatsächlich mit dem Umweltschutz halten und ob Ihr eigenes Web umweltschädlich ist. Sie erfahren, wie Sie selbst dazu beitragen können, Kosten zu sparen, den Stromverbrauch zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.)

Resümee:
Für ein größeres Unternehmen mit Administrator und mehreren Personen, die permanent neue Inhalte einstellen müssen, ist ein CMS geeignet, nicht jedoch für ein kleines und mittleres Unternehmen.
Ein CMS bringt Ihnen als KMU nur Nachteile aber keinerlei Vorteile.

Bitte verstehen Sie die Zeilen nicht falsch. Wir verdienen selbstverständlich gern Geld und verdienen wegen des Aufwandes an einem CMS und Verträgen tatsächlich mehr. Wir bleiben aber lieber fair, beraten Sie fachlich korrekt und behalten ein reines Gewissen.

Wenn Sie dennoch ein CMS wünschen, realisieren wir Ihnen gern eines auf Basis von „WordPress“, „Joomla“ oder für wirklich große Projekte in „TYPO3“.