rauchende Schornsteine

Umweltschutz und Websites?

Aber sicher, das funktioniert!

Umweltverschmutzung, Rauch und Schornsteine

 

Ist Ihr Web umweltschädlich?

„How is your website impacting the planet?“

Seit längerer Zeit gibt es eine englische Website, die sich unter der Überschrift „How is your website impacting the planet?“ als Titel „Website Carbon Calculator“ https://www.websitecarbon.com/ nennt. Die Website liefert grobe Werte mit drastischen Vergleichen darüber, wie energiehungrig Websites innerhalb eines Monats bei nur 10.000 Seitenabrufen sind. Hier wird erläutert, wie das jeweilige Web analysiert wird.

Unser eigenes Web wird dort mit „besser als 76 % aller Webs“ getestet. Das freut uns sehr, ist aber noch nicht gut genug!

Wir empfehlen Ihnen, Ihr eigenes Web einmal darauf zu testen, in welcher Form es tatsächlich die Umwelt schädigt und sich Gedanken darüber zu machen, wie die Ergebnisse verbessert werden können.

Zum Thema CMS-Systeme

Hier benennen wir die Gründe, weshalb wir gern statische HTML-Seiten programmieren. Neben weiteren Nachteilen gehören CMS-Systeme nämlich leider gar nicht zur Kategorie der ressourcearmen Software. Sie sind die reinsten Stromfresser. Dies sowohl auf dem heimischen Rechner während der Erstellung der Website, als auch auf dem Rechner, beim Abruf der Seiten. Und erst recht im Rechenzentrum, von dem aus die Webseiten ausgeliefert werden. Es gibt Untersuchungen, die aufzeigen, dass mit CMS-Systemen erstellte Seiten bis zu 10 mal mehr Energie benötigen als Seiten, die in statischem HTML geschrieben sind.

Eine kleine WordPress-Site mit PHP 7, bei 20 gleichzeitigen Requests pro Sekunde, mit gutem Cache, liefert die Daten schnell, verbraucht dafür aber sehr viel Energie auf dem Server (die CPU-Last kann bis auf 100 % steigen). Der Cache - und ganze Cache-Serverfarmen - benötigen somit ebenfalls wesentlich mehr Energie, als man gemeinhin denkt.

Weil jeder kleine Request jeder einzelnen Webseite zum Stromverbrauch führt, ist das Thema weltweit relevant. Wir alle tragen die Verantwortung für den Umgang mit Ressourcen!

Die Absicht war, unseren Kunden noch bessere und beispielhafte Vorbilder aufzeigen zu können, damit sie den Umweltschutzgedanken aktiv leben und dies auch kommunizieren können. In der Hoffnung auf vorzeigbare Ergebnisse war es naheliegend, einige der Websites bekannter Umweltschutz-NGO´s zu testen.

Die Ergebnisse enttäuschten jedoch bitter, weil sich erschütternde Fakten offenbarten! Hier drei der Resultate bekannter Umweltschutzorganisationen mit äußerst schlechten Ergebnissen für die Energie- und CO₂-Bilanz (Stand 30.08.2020):

Fatal: Das Originalresultat für https://fridaysforfuture.org

  • Uh oh!
    This web page is dirtier than 75% of web pages tested.
  • Oh my,
    1.94g of CO₂ is produced every time someone visits this web page.
  • Oh no,
    it looks like this web page uses bog standard energy.
  • If this web page used green hosting, then it would emit 9% less CO₂ Over a year, with 10,000 monthly page views, fridaysforfuture.org produces 232.29kg of CO₂ equivalent.
  • The same weight as 1.55 sumo wrestlers
    and as much CO₂ as boiling water for 31,475 cups of tea.
  • 248 billion bubbles
    Woah, that’s a lot of bubbles!
  • 11 trees
    This web page emits the amount of carbon that 11 trees absorb in a year.
  • 489kWh of energy
    That’s enough electricity to drive an electric car 3,130km.

Erschreckend! Das Originalresultat für https://nabu.de/

  • Uh oh!
    This web page is dirtier than 90% of web pages tested.
  • Oh my,
    3.84g of CO₂ is produced every time someone visits this web page.
  • This web page appears to be running on sustainable energy.
  • Over a year, with 10,000 monthly page views, nabu.de produces
    461.38kg of CO₂ equivalent.
  • The same weight as 3.08 sumo wrestlers
    and as much CO₂ as boiling water for 62,518 cups of tea.
  • 494 billion bubbles
    Woah, that’s a lot of bubbles!
  • 21 trees
    This web page emits the amount of carbon that 21 trees absorb in a year.
  • 1,072kWh of energy
    That’s enough electricity to drive an electric car 6,859km.

Noch desolater: Originalergebnis für https://greenpeace.de/

  • Uh oh!
    This web page is dirtier than 92% of web pages tested.
  • Oh my,
    4.29g of CO₂ is produced every time someone visits this web page.
  • This web page appears to be running on sustainable energy
  • Over a year, with 10,000 monthly page views, greenpeace.de produces 514.52kg of CO₂ equivalent.
  • The same weight as 3.43 sumo wrestlers
    and as much CO₂ as boiling water for 69,719 cups of tea.
  • 550 billion bubbles
    Woah, that’s a lot of bubbles!
  • 24 trees
    This web page emits the amount of carbon that 24 trees absorb in a year.
  • 1,195kWh of energy
    That’s enough electricity to drive an electric car 7,649km.

MUSS DAS SEIN?

Und, damit wir uns nicht missverstehen: Auch grüner Ökostrom ist umweltbelastend! Deshalb ist insgesamt die Energiereduktion angesagt! Um aber glaubwürdig zu sein, muss man bei sich selbst beginnen und mit gutem Beispiel vorangehen!

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)

Wir empfehlen Ihnen, möglichst auf energiehungrige Websites mit „aufgeblasenen“ CMS-Systemen zu verzichten und Unternehmen für das Hosting zu wählen, die den Betrieb mit Grünem Strom bieten.

Was Sie zusätzlich bei Websites durch Reduktionen technischer Art veranlassen können, um effektiv Energie einsparen zu können, erläutern wir Ihnen gern persönlich und in einem der folgenden Beiträge.

Fakten zum Energieverbrauch

In https://www.websitecarbon.com/ wird zusätzlich informiert:

In Englisch:

  • „Median desktop page transfer size has increased by 677KB between 2015 and 2019. An increase of over 50%.“
  • „The IT sector already consumes an estimated 7% of global electricity.“
  • „The communications industry could use 20% of all the world’s electricity by 2025.“
  • „Median desktop page transfer size has increased by 677KB between 2015 and 2019. An increase of over 50%.“
  • „...the 416.2 terawatt hours of electricity the world’s data centres used last year was significantly higher than the UK’s total consumption of about 300 terawatt hours.“
  • „More than two thirds of the UK public are in favour of breaking up the Big Six’s market share to allow smaller, cleaner, and locally owned energy systems to develop.“

In Deutsch:

  • „Der mittlere Umfang der Übertragung von Desktopseiten ist zwischen 2015 und 2019 um 677 KB gestiegen. Ein Anstieg von über 50 %.“
  • „Der IT-Sektor verbraucht bereits schätzungsweise 7% des weltweiten Stromverbrauchs.“
  • „Die Kommunikationsindustrie könnte bis 2025 20 % der gesamten Elektrizität der Welt verbrauchen.“
  • „... die 416,2 Terawattstunden Strom, die die Rechenzentren der Welt im vergangenen Jahr verbrauchten, waren deutlich höher als der Gesamtverbrauch Großbritanniens von etwa 300 Terawattstunden.“
  • „Mehr als zwei Drittel der britischen Öffentlichkeit sind dafür, den Marktanteil der Großen Sechs aufzubrechen, damit sich kleinere, sauberere und in lokalem Besitz befindliche Energiesysteme entwickeln können.“

Weitere erschreckende Infos

„Ist die E-Mail wirklich ein Klimakiller?“

Streaming ist eine der größten CO₂-Schleudern

Nur eine einzige Suche verbraucht laut Google selbst etwa 0,2 Gramm CO₂. Wie viel Klimaschaden die Anfragen bei Google verursachen, kann man hier in Echtzeit betrachten.

Mitnotierte Kernsätze und Fakten aus einer "Scobel"-Sendung im Herbst 2019

  • „Um das Internet am Laufen zu halten, stoßen wir jährlich 33 Millionen. Tonnen CO₂ aus, soviel wie der gesamte innerdeutsche Luftverkehr.“
  • „Der weltweite Ausstoß, der allein beim Streaming von Onlinevideos (Netflix etc.) verursacht wird, beträgt 300 Mio t, etwa so viel, wie der Jahresausstoß von Spanien. (Nur für Serien, obendrauf kommen dann noch Musikstreamingdienste etc.)“
  • „Blockchaintechnologie: Eine Bitcointransaktion benötigt so viel Strom, wie ein mittlerer Kühlschrank in 8 Monaten.“
  • „Das Internet ist also - bei der Art fossilem Strom, wie wir ihn momentan nutzen - extrem klimaschädlich!. Das Internet ist eine CO₂-Schleuder.“
  • „8 % des weltweiten Stromverbrauches entfallen auf das Internet. Wäre das Internet ein Land, dann wäre es weltweit an dritter Stelle, nach China und den USA.“
  • „Google, Clouds, Streamingdienste und E-Mail verursachen mehr umweltschädliche Klimagase, als der gesamte Flugverkehr.“
  • „1/3 des Stromverbrauchs entfällt auf das Endgerät, 2/3 auf die Bereitstellung.“
  • „Mit jeder E-Mail werden durchschnittlich 1 g umweltschädlicher Gase in die Luft geblasen. Täglich gehen 200 Milliarden E-Mails auf die Reise., das entspricht einem jährlichen Ausstoß von 73 Mio. Tonnen CO₂.“
  • „5 Fragen an Google verbrauchen so viel Energie, wie die Zubereitung einer Tasse Tee.“
  • „In jeder Sekunde hat Google 50.000 Suchanfragen. Pro Jahr fallen dafür 6.000 GWh an, so viel, wie 2 Mio. Haushalte in Deutschland benötigen. 80 % davon sind Videodaten.“
  • „Bei Spotify werden in der Minute 1,5 Mio. Songs angeklickt. In den USA entstehen dadurch im Jahr 200 Mio. Tonnen CO₂.“
  • „Smarter Wohnen und smarter Fahren stehen in den Startlöchern. An einem Tag werden in einem autonom fahrenden Fahrzeug bis zu 8.000 GB Daten übertragen werden müssen. Würden sich nur 1,5 Mio. autonome Fahrzeuge auf den Straßen befinden, dann wird so viel Energie benötigt, wie sie heute die gesamte Weltbevölkerung verbraucht.“
  • „Die Hälfte des Energiebedarfs fällt auf die Kühlung der Rechner. (Nutzung: Bei „Interaction“ in Stockholm führen Leitungen die Wärme zu einer Fernheiz-Zentrale.)“
  • „Allein die Computer der Banken in Frankfurt haben einen Energieverbrauch, wie ihn der gesamte Frankfurter Flughafen hat.“

Erschreckend, oder?
Es bleibt nur der Aufruf, Ihren eigenen Energiebedarf und auch die Website zu prüfen. Bei schlechtem Ergebnis sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die wirklich mit dazu beitragen, unseren Planeten retten zu können!
Der zukünftige Energieverbrauch wird riesig sein!